Singener Tafel
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Aktuelles

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Südkurier Stockach 16.03.2017 Simone Ise

Zehn Jahre Tafelladen in Stockach

Frau der ersten Stunde: Renate Ibbeken hat den Tafelladen in Stockach mit aufgebaut. Seit zehn Jahren wird in der Aachbachstraße 22a bedürftigen Menschen geholfen.

 

 

Leiterin

Renate Ibbeken

ist seit Anfang an

beim Tafelladen in Stockack mit dabei.

Dieser ist eine

wichtige Brücke

zwischen Überfluss

und Armut.

 

 

Jeden Mittwoch und Donnerstag fährt ein Kühlauto verschiedene Discounter,

Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte in der Region an, sammelt Lebens-

mittel ein und bringt diese in den Tafelladen nach Stockach. Lebensmittel, die

im Handel nicht mehr verkauft werden dürfen, da sie beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, aber dennoch einwandfrei sind.

Diese Lebensmittel können im Tafelladen in Stockach für ein geringes Entgelt

gekauft werden – von Menschen, die bedürftig sind. Der Tafelladen bildet somit

eine Brücke zwischen Überfluss und Armut und hilft seit mittlerweile zehn

Jahren Menschen in Stockach, eine schwierige Zeit zu überbrücken.

Seit zehn Jahren kommt auch Renate Ibbeken in den Tafelladen. Sie ist von

Anfang an dabei, hat die Räume in der Aachbachstraße 22a in Stockach selbst

mit renoviert. Als sie damals in der Zeitung von der Gründung des Tafelladens

in Stockach gelesen habe, habe sie sofort Interesse angemeldet: "Ich wollte

damals einfach etwas für Menschen in Not tun, und das ist heute noch genauso.

" Von Anfang an hat Renate Ibekken die Leitung des Tafelladens übernommen, ehrenamtlich versteht sich. Ehrenamtlich arbeiten auch die Helfer, damals noch

21, heute 17. Vom Team der ersten Stunde sind auch noch Anita Griehl, Gisela

Riegel und Regine Keller aktiv.

Jeden Mittwoch und Donnerstag, nachdem der Fahrer die Lebensmittel im

Tafelladen in Stockach abgegeben hat, packen etwa neun Mitarbeiter die Waren

aus und sortieren sie in die Regale des Ladens. Währenddessen bilden sich vor

der Eingangstüre Schlangen. Renate Ibbeken hat in den zehn Jahren ihren Blick

geschult, weiß sehr schnell, wie viele Lebensmittel verteilt werden können.

"Wenn wir beispielsweise nur eine Kiste Orangen bekommen, kann nicht ein

Kunde so viele kaufen, wie er möchte", erklärt sie die Regeln des Tafelladens.

Die Lebensmittel werden gerecht verteilt. "Das haben die Menschen, die bei uns

einkaufen, erst lernen müssen", sagt die Tafelleiterin. Größtes Hindernis sei dabei

die Sprachbarriere.

Seit den Flüchtlingsströmen hat sich auch die Klientel im Tafelladen verändert.

Von den 60 bis 75 Menschen, die jeden Mittwoch und Donnerstag kommen, sind

80 Prozent Flüchtlinge. "Als wir angefangen haben vor zehn Jahren, kamen

hauptsächlich alleinerziehende Mütter, Rentner und Arbeitslose", berichtet Renate

Ibbeken. Ein Großteil von ihnen sei nun einfach weggeblieben. "Wir sind jetzt eine

andere Tafel geworden", ist sich Ibbeken bewusst.

Sie freut sich sehr darüber, dass auch Privatpersonen Lebensmittel spenden.

Diese würden vorbei kommen und beispielsweise Gemüse aus dem eigenen

Garten oder selbstgemachte Marmeladen abgeben. Hervorheben möchte sie

auch, dass in den vergangenen zehn Jahren kein Geschäft, das Lebensmittel

spendet, abgesprungen sei. Und was am Donnerstag übrig bleibt, wird in den

Tafelladen nach Singen gebracht. "Wir schmeißen nichts weg", sagt Ibbeken.

Der Tafelladen finanziert sich selbst aus Spenden und Einnahmen. Die Lebens-

mittel kosten etwa ein Drittel von dem, was sie im Discounter kosten.

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Stockacher Wochenblatt 18.12.2016 | Simone Weiß

Eine gut gedeckte Tafel

Willi Zöller und Manfred Peter von der Bürgerstiftung

 

 

 

 

Willi Zöller und Manfred Peter

von der Bürgerstiftung unterstützten Renate Ibbeken

und ihr Team vom Tafelladen.

swb-Bild: privat

 

 

Bürgerstiftung hilft auch in der Weihnachtszeit Stockach (sw). Es gibt kein

Paradies ohne Schlange: Auch in Stockach leben viele Menschen in sozial

schwachen Verhältnissen. Sie werden von der Stockacher Tafel unterstützt,

in deren Ladengeschäft Menschen mit geringem Einkommen Lebensmittel

zu stark verbilligten Preisen einkaufen können. Von der Notwendigkeit und

Nützlichkeit dieser Einrichtung ist auch die Stockacher Bürgerstiftung über-

zeugt. Denn Willi Zöller und Manfred Peter übergaben in der Vorweihnachts-

zeit haltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, H-Milch, Butter oder

Speiseöl an Renate Ibbeken und ihr Team

2007 wurde die Stockacher Tafel gegründet und der Laden in der Aachbach-

straße eröffnet, wird im Pressetext mitgeteilt: »Schon seit Jahren erfährt

diese großartige ehrenamtliche Tafelarbeit viel Unterstützung und Zuspruch.

« Obwohl die Stockacher Tafel laufend von Einzelpersonen, Familien,

Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Bertrieben unterstützt wird, ist sie

doch immer auch auf die zusätzliche Spende haltbarer Lebensmittel

angewiesen. Entsprechend dankbar wurde diese zusätzliche Unterstützung

durch die Bürgerstiftung von Renate Ibbeken und ihrem Helferteam

angenommen.

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Stockacher Wochenblatt 08.10.2016 | Simone Weiß

Tafel ist bald wieder fit

Laden in Aachbachstraße öffnet am 26. Oktober

Tafelladen Stockach

Die Stockacher Tafel musste wegen Wasserschäden

in Folge von Starkregen vorübergehend geschlossen

werden. swb-Bild: sw

Stockach (sw). Die Stockacher Tafel in der Aachbachstraße 22a

wird ihre Pforten voraussichtlich am Mittwoch, 26. Oktober,

wieder öffnen. Dann gelten auch die gewohnten Öffnungszeiten

mittwochs von 15.30 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 11 bis

13 Uhr. Das teilt Renate Ibbeken von der Einrichtung in einem

Pressetext mit. Die Schließung der Einrichtung war wegen der

Wasserschäden in Folge des Starkregens in der Nacht von

Montag, 26., auf Dienstag, 27. September, nötig geworden.

Wegen der Aufräumarbeiten muss der Tafelladen bis Dienstag,

25. Oktober, geschlossen bleiben. Im Tafelladen können

Menschen mit geringem Einkommen und Berechtigungsschein

Lebensmittel, die noch gut, aber nicht mehr für den Verkauf

geeignet sind, zu günstigen Preisen erwerben.

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Stockacher Wochenblatt 27.09.2016 | Simone Weiß

Tafelladen bleibt geschlossen

Einrichtung in der Aachbachstraße wegen Wasserschäden zu

 

 

 

 

 

Renate Ibbeken ist noch immer entsetzt: Der Stockacher

Tafelladen in der Aachbachstraße in der Unterstadt

bleibt wegen Wasserschäden durch den Starkregenfür

mindestens 14 Tage geschlossen.

swb-Bild: sw

Am Morgen wartete eine böse Überraschung auf Renate Ibbeken,

als sie die Türen des Tafelladens in der Aachbachstraße in Stockach

aufschloss. Zentimeter dick bedeckten Schlamm und Wasser den

Boden. »Nur die Küche ist verschont geblieben, weil sie etwas

höher liegt«, erklärt die immer noch geschockte Mitarbeiterin des

Stockacher Tafelladens, in dem Menschen mit geringem Einkommen Lebensmittel, die noch gut, aber nicht mehr für den Verkauf geeignet

sind, zu günstigen Preisen erwerben können. Als Folge des Stark.

regens in der Nacht von Montag, 26., auf Dienstag, 27. September,

müssen die Räumlichkeiten der Stockacher Tafel erst einmal getrocknet

werden. Daher bleibt die Einrichtung, die sonst mittwochs von 15.30

bis 18 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 13 Uhr geöffnet hat, in der

laufenden und der nächsten Woche geschlossen. Renate Ibbecken

möchte die Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber informieren,

und sie wird mitteilen, wenn die Tafel wieder besucht werden kann:

»Aber 14 Tage bis drei Wochen wird es auf jeden Fall dauern.«

Renate Ibbeken steckt der Schock noch in den Knochen: »Das habe

ich in zehn Jahren Stockacher Tafel noch nicht erlebt«, erklärt sie.

Die Freiwillige Feuerwehr hat den Schlamm samt Wasser abgepumpt,

sie und ihr Team haben erste Aufräumarbeiten geleistet. Dennoch

könne der Schaden noch nicht bemessen werden, viele Dinge, die

auf dem Boden gestanden hätten, müssten weggeräumt werden.

Nun wird eine Spezialfirma Geräte zum Trocknen der Räume anliefern.

Dazu müssen aber alle Möbel verrückt werden, um den Schlamm

gründlich beseitigen zu können. Das ist laut Renate Ibbeken auch

nötig, um spätere Schimmelschäden zu vermeiden: »Das müssen

wir schon gründlich machen.«

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August 2016

Singener Wochenblatt  Simone Weiß

Ein »cooler« Helfer für die Helfer

Neues Kühlfahrzeug für die Tafeln im Landkreis

Dank zahlreicher Sponsoren konnte im Autohaus Happle und Messmer in Stockach ein neues Kühlfahrzeug an die Tafeln im Kreis für ihre Arbeit übergeben werden.swb-Bild: sw

Stockach Drinnen ist es minus 18 Grad kalt. »Cooler Flitzer« heißt das Fahrzeug deswegen. Und auch die Singener Tafel v. V. findet es richtig »cool«, dass sie nun über ein weiteres Kühlfahrzeug für ihre so wichtige Arbeit verfügt. Im Stockacher Autohaus Happle und Messmer wurde ein neuer Sprinter an die Verantwortlichen übergeben, die es nach eigenen Angaben gut gebrauchen können. 41.000 Euro kostet das kühlende Schmuckstück, die Häfte der Kosten übernimmt Mercedes Benz, 13.000 Euro werden durch verschiedene Sponsoren getragen, und den Rest finanziert die Singener Tafel aus Eigenmitteln. 

Denn ohne »Coolness« geht es nicht. Mitarbeiter der Tafeln sammeln hochwertige, qualitativ einwandfreie, aber nicht mehr für den Verkauf geeignete Lebensmittel ein, um sie dann zu niedrigen Preisen in den Tafelläden an sozial schwache Bevölkerungsgruppen abzugeben. Das Einsammeln erfolgte bisher in Stockach mit einem acht Jahre alten Fahrzeug, das vor fünf Monaten wegen Motorschadens ausfiel. Was tun, fragten sich die Tafel-Mitarbeiter, laut Udo Engelhardt von der Singener Einrichtung.

Kollegialität war gefragt: Die Singener Tafel setzt sich aus Einrichtungen in der Hohentwiel-Stadt, Ausgabestallen in Engen und Radolfzell sowie Läden in Konstanz und Stockach zusammen. Die Konstanzer benötigten mittwochs ihr Fahrzeug nicht und überließen es den Stockachern. Ein logistischer Aufwand, der nun ein Ende hat. Das neue Kühlfahrzeug gehört zwar der Singener Tafel und soll im ganzen Landkreis verwendet werden, wird aber hauptsächlich im Stockacher Raum zum Einsatz kommen. 

Dort hat sich die Arbeit in den letzten Monaten durch die politische Situation gewandelt: Der Umfang der Lebensmitteltransporte hat zugenommen, die Anzahl der Kunden ist, auch durch die Flüchtlinge, um zehn Prozent gestiegen. Während zweier Öffnungsstunden kommen laut Renate Ibbeken von der Stockacher Tafel 50 bis 70 Personen, von denen 90 Prozent Flüchtlinge sind. Das hatte laut Udo Engelhardt Folgen: Bisherige Kunden blieben weg, es kam zu Streitereien, alte und neue Klientel trug Dispute aus. Doch durch das Fingerspitzengefühl der Mitarbeitenden konnte diese Probleme gelöst werden. 

Gelobt wurde die Arbeit der Tafeln auch von Tobias Häg, Teamleiter Transporter bei Mercedes-Benz und Vertreter der Sponsoren: Die erste Tafel sei 1993 in Berlin gegründet worden, 900 Einrichtungen dieser Art gibt es in der Bundesrepublik, und in ihnen sind mehr als 60.000 ehrenamtliche Helfer tätig: »Zusammen verteilen die Helfer jährlich viele zehntausend Tonnen Lebensmittel an rund 1,5 Millionen bedürftige Menschen in ganz Deutschland, darunter 500.000 Kinder und Jugendliche.« Der neue Sprinter hilft ihnen nun beim Helfen. 

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Juli 2016

  

Stellvertrend für den Lions-Club Stockach, die Bürgerstiftung und den

Club der Rotarier A 81 Bodensee-Engen übergeben Werner  Strittmatter

(links) und Manfred Schnopp (rechts) den ehrenamtlichen Helferinnen

von der Stockacher Tafel wertvolle Lebensmittel.

Vielen Dank dafür! Diese Spenden können wir bei der steigneden Zahl der Kunden gut gebrauchen

 

Südkurier Stockach 18.12.2015

Stockach Bürgerstiftung spendet Lebensmittel

Die Stockacher Tafel erhält eine vorweihnachtliche Spende.

Das engagierte Helferteam zeigt sich dankbar

Die Bürgerstiftung übergibt Lebensmittel an den Tafelladen: Annemarie Issler, Anita Griehl, Sigrid Reuthebuch und Esther Braun (hinten, von links) sowie Manfred Kopp, Isolde Seliger, Dorothea Speidel und Irene Lehle und Renate Ibbeken vom Helferteam sowie Heinrich Wagner und Manfred Peter von der Stiftung (vorn, von links).

Die Bürgerstiftung übergibt

Lebensmittel an den Tafelladen:

Annemarie Issler, Anita Griehl,

Sigrid Reuthebuch und Esther

Braun (hinten, von links) sowie

Manfred Kopp, Isolde Seliger,

Dorothea Speidel und Irene Lehle

und Renate Ibbeken vom

Helferteam sowie Heinrich

Wagner und Manfred Peter von

der Stiftung (vorn, von links)

Bild: willi zöller

Ein großes Anliegen der Bürgerstiftung Stockach ist die Unterstützung des Stockacher Tafelladens. So übergaben Vertreter der Bürgerstiftung wieder eine größere Menge an Mehl, Zucker, Salz, H-Milch, Butter, Speiseöl, Konserven, Reis, Linsen, Tee und andere haltbare Lebensmittel an die Stockacher Tafel. Mit dieser Spende will die Bürgerstiftung das große ehrenamtliche Engagement von Renate Ibbeken und den Helfern der Tafel unterstützen.

Auch im sonst so beschaulichen Stockach leben viele Menschen in Armut und sind auf Unterstützung angewiesen. Diesen Menschen hilft die Stockacher Tafel durch das Einsammeln und den besonders günstigen Verkauf von Lebensmitteln. Bereits im Jahr 2007 wurde die Stockacher Tafel gegründet und der Laden in der Aachbachstraße eröffnet. Schon seit Jahren erfährt diese großartige ehrenamtliche Tafelarbeit viel Zuspruch.

Obwohl die Stockacher Tafel laufend von Einzelpersonen, Familien, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Bertrieben unterstützt wird, ist sie doch immer auch auf die zusätzliche Spende haltbarer Lebensmittel angewiesen. Entsprechend dankbar wurde diese zusätzliche Unterstützung durch die Bürgerstiftung von Renate Ibbeken und ihrem Helferteam angenommen.

Für den Einkauf im Tafelladen gibt es festgelegte Regeln. Die Lebensmittel werden nur an wirklich bedürftige Menschen abgegeben. Diese erhalten auf Nachweis eine Kundenkarte, die dann zum Einkauf im Tafelladen berechtigt. Dabei werden die Lebensmittel gerecht an die Kunden verteilt, große Familien erhalten mehr als kleine Familien. Mit ihrer Spende macht die Bürgerstiftung auch darauf aufmerksam, wie wichtig die Arbeit der Stockacher Tafel als soziale Einrichtung für den Raum Stockach ist.

Die Stiftung hat in diesem zu Ende gehenden Jahr die Rekordsumme von mehr als 22 000 Euro in gemeinnützige Zwecke investiert. Insgesamt hat die Stiftung im Laufe der sieben Jahre seit ihrem Bestehen 92 600 Euro zugunsten des Gemeinwohls in der Stadt ausgegeben.

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Südkurier Stockach 21.10.2015 von Anna Maria Schneider  

Stockach Tafelladen braucht neue Helfer

Der Stockacher Tafelladen hilft vielen sozial schwachen Familien und

aktuell auch vielen Flüchtlingen. Jetzt braucht er aber selbst Hilfe.

Das Team sucht ehrenamtliche Unterstützer.

Das Team des Stockacher Tafelladens: (von links) Renate Ibbeken, Sieglinde Moll, Dorothea Speidel, Gisela Riegel, Franz Speidel und Annemarie Issler. Sie freuen sich über neue Helfer.

 

Das Team des Stockacher

Tafelladens: (von links) Renate

Ibbeken, Sieglinde Moll, Dorothea

Speidel, Gisela Riegel, Franz

Speidel und Annemarie Issler.

Sie freuen sich über neue Helfer.

Bild: Anna-Maria Schneider

 

Das Maximum waren 86 Kunden in zwei Stunden. Die meisten davon

sind aktuell Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften, berichtet

Renate Ibbeken, Leiterin des Stockacher Tafelladens. Für das ehren-

amtliche Helferteam sei so ein Einsatz kräftezehrend. Schließlich gehören

auch sie nicht mehr zu den Jüngsten. „In unserem Team sind die meisten

bereits über 70 Jahre alt. Außerdem haben wir nur zwei Männer, die mit

anpacken können“, beschreibt Ibbeken die aktuelle Personal-Situation.

Früher hatte das Tafelladen-Team mehr als 20 Helfer, die sich an den

zwei Öffnungstagen engagiert haben. Mit den aktuell 15 Ehrenamtlichen

sei das Pensum nur mit viel Mühe zu stemmen.

Waren annehmen, auspacken, sortieren, die Regale einräumen, Kunden

betreuen und anschließend alles wieder aufräumen – die Aufgaben im

Tafelladen sind zahlreich. „Ich glaube einige scheuen die viele Arbeit. Bei

uns macht jeder alles“, sagt Renate Ibbeken. An einem normalen

Öffnungstag des Tafelladens, er hat in Stockach immer mittwochs und

donnerstags geöffnet, sind vier bis fünf ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Am Mittwoch beginnt der Tag für Renate Ibbeken gegen 13.30 Uhr und

endet um 18.30 Uhr. Donnerstags sind die Helfer von 9 Uhr bis 13.30

Uhr aktiv. Dann ist alles aufgeräumt und die Ware wieder verstaut. Die

Tafelladen-Leiterin würde sich allerdings auch über kleinere Einsätze

freuen. Wenn jemand nur an einem der beiden Öffnungstage Zeit hätte,

sei dies kein Problem. Oder wenn jemand nur beim Auspacken helfen

könne oder nur Zeit hätte, um Waren zu sortieren. „Wir freuen uns über

jeden, der hilft“, sagt Renate Ibbeken. Besonders fehle es dem fast

ausschließlich weiblichen Team an starken Männern, die die schweren

Kisten tragen können.

Mit dem Flüchtlingsstrom habe sich auch das Leben im Tafelladen

verändert, erzählt Renate Ibbeken. „Viele der früheren Kunden kommen

gar nicht mehr“, ist eine ihrer Beobachtungen. Die Tafelkunden aus dem

Flüchtlingsheim hätten sich schnell an die Regeln im Laden angepasst.

Anfangs sei es manchmal chaotisch gewesen. Aber man habe die Regeln

des Tafelladens in unterschiedlichen Sprachen in den Flüchtlingsunter-

künften ausgehängt. Die Kunden selbst informieren neu angekommene

Flüchtende über die Gepflogenheiten. Es wäre wichtig, den Asylbewerbern

klar zu machen, dass der Tafelladen kein gewöhnliches Geschäft ist. Nicht

jeder könne so viel Ware mitnehmen, wie er gerne möchte. „Wir haben

damit aber kein Problem mehr. Alles läuft friedlich und ruhig“, sagt sie.

Aufgefallen sei ihr, dass die Menschen aus Syrien, dem Iran oder aus

Afrika wenig Brot im Laden kaufen, sondern viel mehr Wert auf Obst

und Gemüse legen. Auch die Wurstwaren, meistens mit Schweinefleisch,

werden nicht gekauft.

Die Helfer im Tafelladen sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Auch die

Geselligkeit und das Miteinander werden gepflegt und seien allen wichtig.

„Wir wollen nicht nur stumm nebeneinander arbeiten. Wir versuchen,

gemeinsame Pausen einzurichten und uns so auszutauschen“, sagt Renate

Ibbeken. Auch Ausflüge oder Verabredungen zum Abendessen würden den

Team-Zusammenhalt stärken. „Das Team-Klima ist sehr gut“, sagt die

Tafelleiterin.

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 Südkurier Stockach 17.06.2015         Anna Stommel  

Stockach Schlange stehen vor dem Tafelladen

Der Stockacher Tafelladen hat die Kapazitätsgrenze erreicht. Die Räume sind zu klein für die Zahl der Kunden. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter können nicht mehr leisten als bisher schon. Zur Vereinfachung der Abläufe liegen die Laden-Regeln jetzt in acht Sprachen aus

Der Tafelladen in Stockach hat geöffnet. Trotzdem müssen viele Kunden erst einmal draußen bleiben. Sie sind inzwischen zu viele für die kleinen Räume in der Aachbachstraße. Der Einlass wird deshalb von den Mitarbeitern streng geregelt.

Der Tafelladen in Stockach hat geöffnet. Trotzdem müssen viele Kunden

erst einmal draußen bleiben. Sie sind inzwischen zu viele für die kleinen

Räume in der Aachbachstraße. Der Einlass wird deshalb von den

Mitarbeitern streng geregelt.                                       Bild: Anna Stommel

Wer im Stockacher Tafelladen einkaufen will, der braucht entweder Losglück – oder viel Geduld. Mittwochnachmittag, kurz nach vier: Der Tafelladen hat gerade geöffnet. Trotzdem bleibt die Tür für viele Kunden erst einmal zu. Sie sind mehr als 60 – viel zu viele für die Räume in der Aachbachstraße. Deshalb funktioniert der Einlass nach einem strengen System.

Gut durchgemischte Spielkarten entscheiden, wer an der Reihe ist. Jeder, der einkaufen will, muss eine Karte ziehen. Alle paar Minuten tritt Sieglinde Moll durch die Tür ins Freie und ruft den Wartenden Farben und Zahlen zu. Nur wer die passende Spielkarte in der Hand hält, darf eintreten. Im Laden windet sich eine Menschenschlange an den Regalen vorbei bis zur Kasse.

Fast die Hälfte der Tafel-Kunden komme inzwischen aus den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Stockach und Bodman-Ludwigshafen, sagt Ladenleiterin Renate Ibbeken. Die Kundenzahlen hätten sich fast verdoppelt, seit es die Unterkünfte gebe. „Es ist viel. Wir sind an unserer Grenze angekommen“, sagt sie. Zweimal in der Woche öffnet der Tafelladen für jeweils zwei Stunden. Mehr sei nicht drin. 18 Ehrenamtliche halten das Angebot am Laufen, bereiten an den Öffnungstagen alles vor und achten darauf, dass sich alle an die Regeln halten.

Regeln gibt es einige. An diesem Mittwoch lautet eine davon: Jeder bekommt nur vier Eier. Auf einer Schultafel vor dem Tafelladen stehen die Einkaufsmengen, an der Kasse kontrolliert Renate Ibbeken sorgfältig, ob sich auch jeder Käufer daran hält. „Wir sind nur eine Tafel, wir können nur das abgeben, was wir einsammeln. Wir können nicht voll versorgen“, sagt die Ladenleiterin. Das Angebot der Tafel richtet sich an bedürftige Menschen mit wenig Geld. Nur wer eine Kundenkarte besitzt, darf einkaufen. Alle Lebensmittel in den Regalen des Landens sind Spenden – deshalb fällt das Angebot immer unterschiedliche aus. Ab und zu habe sie das Problem, dass sie den Einkäufern wieder etwas wegnehmen müsse. „Die sind dann sauer und uns ist es auch peinlich. Aber wenn wir das durchgehen lassen, dann ist hier die Hölle los.“ Konsequenz sei wichtig – um auch die erste Regel in der Tafel nicht zu verletzen: „Hier bei uns sind alle gleich. Niemand wird vorgelassen, keine Ausnahmen bei den Mengen.“

Was sie ihren Kunden aus der Region leicht erklären kann, sei bei den neuen Kunden aus der ganzen Welt anfangs schwierig gewesen: Wie erklärt man Regeln, wann man nicht dieselbe Sprache spricht? Inzwischen hat der Tafelladen dafür eine Lösung. In acht Sprachen liegen die Regeln im Tafelladen aus. Die Zettel in Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Serbokroatisch, Türkisch und Farsi hat die Tafelleiterin auch an die Helferkreise in Bodman und Stockach weitergeleitet.

Ahmad Jawi kennt die Regeln. Der junge Mann aus Syrien kommt regelmäßig zur Tafel und schätzt das Angebot. „Es ist wichtig, dass es die Tafel gibt“, sagt er, während er vor dem Laden auf einer Bierbank sitzt und darauf wartet, dass seine Spielkarte aufgerufen wird. „Manchmal ist nicht mehr viel da, wenn man lange warten muss“, sagt Jawi. Dennoch findet er das System mit den Spielkarten fair. „Es ist Zufall. Das ist gut.“ Manchmal aber dauere es einfach zu lange. Dann gingen einige Kunden auch unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Davon weiß auch Sibille Dahl zu berichten, die eine Bekannte zum Einkauf begleitet. „Die Räume sind arg klein. Selbst wenn man drin ist, steht man manchmal eine Stunde, bis man an der Kasse ist“, weiß sie. Inzwischen sei wieder Ordnung in den Einkaufsablauf im Laden gekommen. „Es wird besser. Aber am Anfang war es schwierig. Es gab auch mal Streit.“

Einige langjährige Kunden kämen sogar gar nicht mehr, weil es so voll sei, sagt Renate Ibbeken. „Viele haben uns gefragt, ob wir nicht extra einen Tag nur für die Asylbewerber öffnen können.“ Auf solche Fragen hat Renate Ibbeken eine klare Antwort: „Das kommt für uns nicht infrage. Das ist Rassismus.“ Im Tafelladen sind alle gleich.


Unterstützung gesucht

Renate Ibbeken formuliert drei Wünsche für die Stockacher Tafel: Der Tafelladen brauche neue, größere Räume, die dennoch zentral gelegen sind. Bei den Helfern sei eine Altersgrenze erreicht. Der Tafelladen freue sich deshalb jederzeit über neue Helfer. Auch Lebensmittelspenden sind gerne gesehen, um den gestiegenen Bedarf zu decken. Auch Privatpersonen können spenden. Es fehle insbesondere an haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln oder Konserven. (ast)

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Fasten für die Anderen   Südkurier Stockach 21.04.2015

 

 

Die katholische Pfarrgemeinde Nenzingen hat den Erlös des Fastenessen Anfang März 2015 in haltbare Lebensmittel für die Stockacher Tafel eingetauscht.

Emil Luff und Bianca Bold überbrachten die Lebensmittelspende.

Die Leiterin der Tafel, Renate Ibbeken, hat die Spende mit großer Freude und Dankbarkeit entgegengenommen.

„Durch die wachsende Zahl der Asylbewerber ist der Bedarf gestiegen, so dass Spenden wie diese immer willkommen sind“!

 

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Stockacher Wochenblatt 26.12.2014  von Simone Weiß

Kein Hunger im satten Deutschland

Besondere Spende für den Tafelladen

Die Spende der Freien Christengemeinde Stockach wurde an das Tafel-Team überreicht.swb-Bild: privat

 

 

 

Die Spende der Freien

Christengemeinde

Stockach wurde an das

Tafel-Team überreicht.

swb-Bild: privat

Stockach (sw).

 

Mitglieder der freien Christengemeinde Stockach haben stellvertretend

für ihre Kirchengemeinde eine großzügige Lebensmittelspende an die

Stockacher Tafel überreicht. Auslöser für die Aktion war eine Film-

gottesdienst Ende Oktober unter der Devise »Brich dem Hungernden

dein Brot« gewesen, der zeitgleich in mehr als 450 anderen Kirchen

und Kirchengemeinden gefeiert wurde. Für die Mitglieder der Freikirche

war laut einer Pressemitteilung klar, dass so ein Gottesdienst Nachwir-

kungen und eine praktische Umsetzung vor Ort haben muss.

Ziel der Lebensmittel-Sammelaktion war es dabei gewesen, Lebensmittel

zur Verfügung zu stellen, die sonst selten oder gar nicht im Tafelladen

erhältlich sind. So konnten Kaffee, Mehl, Zucker oder Salz im Gesamt-

wert von etwa 550 Euro und einem Gewicht von 280 Kilogramm an das

Tafel-Team übergeben werden. 

In der Stockacher Tafel in der Aachbachstraße 22a werden Lebensmittel

angeboten, die noch gut, aber nicht mehr für den freien Verkauf geeignet

sind. Menschen mit geringem Einkommen und einem besonderen Berechti-

gungsschein können die Waren in dem Geschäft zu deutlich verbilligten

Preisen erwerben. Zu diesem Service tragen Lebensmittelketten, Einzel-

händler, Discounter, Spender, Sponsoren und private Unterstützer bei.

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Stockacher Wochenblatt   10.12.2014  von Simone Weiß

Eine gut gedeckte Tafel

Laden kann Warenangebot aufstocken

Unterstützung für die »Tafel«: Zur Spendenübergabe trafen sich Anita Griehl, Isolde Seliger und Sieglinde Moll vom Tafelteam, die Leiterin der Stockacher Tafel Renate Ibbeken, Heinrich Wagner von der Bürgerstiftung, Werner Moll vom Tafelteam und Manfred Peter ebenfalls von der Bürgerstiftung.swb-Bild: Zöller

Unterstützung für die Tafel:

Zur Spendenübergabe trafen

sich Anita Griehl, Isolde

Seliger und Sieglinde Moll

vom Tafelteam, die Leiterin

der Stockacher Tafel Renate

Ibbeken, Heinrich Wagner von

der Bürgerstiftung, Werner

Moll vom Tafelteam und Manfred

Peter ebenfalls von der

Bürgerstiftung.

swb-Bild: Zöller

 

Stockach (sw). Bescherung im Stockacher Tafelladen! Dank

einer Spende der Bürgerstiftung in Höhe von 1.000 Euro konnten

Lebensmittel und Waren angeschafft werden, die sonst nicht zum

Angebot der Einrichtung in der Aachenstraße gehören. So können

sich die Kunden über Mehl, Zucker, Milch, Butter, Speiseöl, Kaffee,

Geschirrspül- oder Reinigungsmittel freuen.

Renate Ibbeken als Leiterin der Stockacher Tafel bedankte sich auch

im Namen ihres ehrenamtlich arbeitenden Teams für die Sonderspende. 

»Seitens der Bürgerstiftung wird diese Unterstützung für die Stockacher

Tafel im Kernbereich der gemeinnützigen Zuwendungen aus den

Erträgen der Zustifttungen gesehen«, heißt es im Pressetext der

Bürgerstiftung.

Im Stockacher Tafelladen, 2007 eröffnet, können sozial Schwache mit Berechtigungsschein Lebensmittel zu stark verbilligten Preisen erwerben,

die noch gut sind, aber nicht mehr in den freien Handel kommen. Diese

wichtige Arbeit wird von Einzelpersonen, Familien, Vereinen, Initiativen,

Unternehmen und Betrieben unterstützt, und auch zusätzliche Spenden

sind willkommen. 

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Stockach den 23.11.2014                 Rewe Aktion

Ehrenamtliche Helfer/Innen haben nach der REWE-Tafel-Aktion 2014

„Eine Tüte spenden. Viele Tische decken“ die gespendeten haltbaren

Lebensmittel in den REWE-Märkten Stockach Hindelwangen und

Stockach Dillplatz abgeholt.

Auf dem Foto:Helfer der Stockacher Tafel mit

REWE-Marktleiter Herrn Oberle

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Noch ist es ruhig: Ladenleiterin Renate Ibbeken bereitet mittwochvormittags im Tafelladen in Stockach alles vor, damit die Kunden am Nachmittag einkaufen können.

Ladenleiterin Renate Ibbeken                    Bild: Anna Stommel